Konzertbericht Kupferdächle

22.07.2006

Vorab: es Lebe das Navigationssystem. Ohne Navi würden wir vermutlich noch heute durch Pforzheim irren und das Kupferdächle suchen…… ausser Langer – der scheint alles und jeden zu finden, der ihm einen witzigen Abend verspricht.

Aber nun zum Ablauf.

Schon wieder ein Samstag, und schon wieder ein Auftritt. In Pforzheim – knappe 50km schätze ich mal von uns entfernt.
Unsere Kampfausrüstung hatten wir in Alex’s und Langer’s Autos gepackt und los ging’s.

Pforzheim ist die wohl verschachtelste Stadt, die ich je gesehen habe, doch nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir auch diese Hürde beispielhaft gemeistert.

Der erste Eindruck vom Kupferdächle war nicht übel.
Ein recht ordentlich eingerichtetes Jugendhaus mit tausenden von Räumen, einer genau richtig dimensionierten Party-Abteilung mit Tresen im Untergeschoss und einem, mit eigenem internen Durchgang angeschlossenen Cafe.
Das Kupferdächle bot den Jugendlichen zahllose Projekte an – das Haupt Ding allerdings war das Fotografieren.
Ich habe selten dermaßen geil inszenierte Bilder gesehen wie die selbst gemachten, die jeden freien Fleck in diesem riesigen Gebäude zierten. Respekt!

Wie auch immer – wir wollten schnellstmöglich unser Equipment ausladen doch wir selber mussten das gar nicht.
Zwei abgestellte und extrem hilfsbereite Ziwi’s luden Alex’s Auto aus, bevor wir auch nur daran denken konnten, selbst mit Hand anzulegen. Pluspunkt Nr.1

Der Raum im Untergeschoss hatte im hinteren Bereich eine großzügige Theke und eine ganz passable Bühne und PA war auch schon Aufgebaut. Zum einrichten der Anlage lief gerade Musik – Take the Time von Dream Theater. Aus meiner (und wohl ausschließlich aus meiner Sicht) Pluspunkt Nr.2

Bei schönem Wetter hätte man die gesamte Seite des Raumes öffnen können und die Gäste hätten wie im alten Rom auf gestaffelten, im Halbkreis angeordneten Sitzen das Spektakel verfolgen können, doch leider regnete es etwas und ich denke auch aus Rücksicht auf die Anwohner wurden diese Türen ausschließlich zum Lüften geöffnet.
Locationmäßig wirklich nicht schlecht.

Unser Equipment stand also bereit und somit verkrümelten wir uns in den Backstage Bereich.
Das gesamte obere Stockwerk war für Gäste gesperrt und uns und den beiden anderen Bands des Abends, Ezzo und Ashtray stand ein großer Raum zur Verfügung.
Der reich gefüllte Kühlschrank, bescherte dem Laden noch einige weitere Pluspunkte:
Bier, Kaffee und eine Vielzahl belegter Brötchen – Pluspunkt Nr.3
Das in diesem Raum nicht geraucht werden durfte – Minuspunkte Nr. 1-7 (für jedes Bandmitglied einen Punkt)
Zumindest konnte man direkt über ein Fenster auf eine Dachterrasse klettern, die ausgiebig beraucht wurde.

Ich glaube die Jungs von Ezzo waren es, die einen Ventilator dabei hatten. Es war auch ziemlich heiß, doch die Jungs vertrieben sich lieber die Zeit damit, den laufenden Ventilator mit Abfällen, Bier und anderem Unrat zu füttern.
So ging eben jeder seiner Lieblings Freizeitgestaltung nach. Bei uns war’s halt mal wieder der Alkohol….. was auch sonnst.

Ich glaube wir spielten an diesem Abend als zweites……. Wer als erstes dran war, weiß ich schon wieder nicht, da ich nur ca. 20 Sekunden zuhörte und für mich beschloss, dass ich rauchend und trinkend im Backstage-Raum bessere Unterhaltung haben würde.

Irgendwann waren wir dann dran.
Wir machten auf der Bühne alles klar und schauten in den Raum. AUsser den Leuten hinter dem Tresen war niemend mehr im Raum. Aufgrund der Hitze an diesem Tag, hatten sich alle Gäste nach dem Auftritt der ersten Band in den Vorraum zurückgezogen.
K.Loster machte eine Ansage, dass uns ein Gast reichen würde um anzufangen. Wir hatten uns auf ein schleppendes Auftauchen der Gäste eigendlich schon eingestellt, aber so schnell wie zuvor alle draußen waren, waren alle auch wieder da. Korrekt – dann konnte es ja wirklich losgehen.
Wie üblich starteten wir schnell, laut und rockend und fanden neben den üblichen kopfnickenden Leutchen doch einige die Ausgelassen Tanzten und sich Pogend die Köpfe einrannten. Sauber Pforzheim. Pluspunkt Nr.4

Wir spielten unser gesamtes Set komplett ohne schwerwiegende Zwischenfälle durch.
Außer vielleicht …..  da war eine seltsame ältere Dame mit Stöckelschuhen und einer Bluse in Tigerstreifen-Design. Die wollte irgend etwas, von dem wir bis heute nicht wissen was es genau war – Geld? Sex? …… doch für kein Geld der Welt hätte wohl einer von uns mit ihr auch nur an Sex gedacht….. die war wirklich ein Fall für sich. Buähhhhhhhhhhhhhh….

Als wir dann fertig waren und die Bühne verließen, gingen die Gäste wieder zurück in den Vorraum. Die Betreiber des Kupferdächles nutzten die Gunst der Stunde um den Schweiß- und Biernassen Boden erst mal sauber zu machen, bevor die letzte Band des Abends auftreten sollte.

Da das ebenfalls nicht unbedingt unser Ding war, verzogen wir uns geschlossen auf die Backstage-Dachterrasse zurück und ließen den Abend angeheitert ausklingen.

Gegen 23.00 Uhr war dann zumindest das Bandprogramm vorrüber und wir luden den gesamten Kram wieder in unsere Autos.
Obwohl K.Loster kurz nach der Ankunft im Garten des Jugendhauses sein Zelt aufgebaut hatte um die Nacht hier zu verbringen, setzte er sich nun zusammen mit seiner Freundin in’s Auto um nach hause zu fahren. Das Zelt stand allerdings noch immer. Ich kann nur grob schätzen, wie viele Zelte K.Loster schon laufe seiner Karriere irgendwo hat stehen lassen, aber auf jeden Fall war das heutige nicht das erste.

Nach einem kurzen Abstecher zum König der Burger ging’s wieder zurück nach Hause.
Wieder mal ‚nen ordentlichen Gig über die Bühne gebracht.

Pforzheim – wir kommen wieder!

Bis dann
Waldi – the eRnieS

 

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