Konzertbericht Palme

15.07.2006

Die Vorgeschichte
Die Palme als Location iss nicht sonderlich groß – eher klein – oder besser gesagt, Theke und Bandaufbauten nahmen 70% der Räumlichkeiten in Anspruch.
Unser Vorteil war jedoch, dass sich bei diesem schönen Wetter, das Puplikum sowieso nur vor der Palme aufhalten würde. Und Publikum sollte es aufgrund des Drumherum laufenden Festes genügen geben.

Diese Aspekte hatten wir schon bedacht, als wir uns damals entschieden hatten, dort zu spielen. Und da die Laufkundschaft nicht unbedingt gänzlich dem Punk verfallen sein wird, beschlossen wir für diesen Gig ein spezielles Programm auf die Beine zu stellen.

Akustik-Punk – Das sollte die Menge begeistern.

Wochenlang bastelten wir an unseren Liedern um diese Akustik fähig hin zu bekommen.
3 Western Gitarren, Snaredrum mit Besen gespielt und nur ne Base mit dazu, zwang uns dazu, die Songs ordentlich umzuarbeiten.
Trompete und Posaune beließen uns wie immer den Marsch und der Bass blieb auch elektrisch.

Irgendwann passte dann alles und der große Palme-Gig konnte kommen.

Der Gig
Wie immer war es ein schöner Tag. Samstag um genau zu sein. Wir trafen uns mehr oder weniger Pünktlich im Proberaum um das ganze Equipment einzuladen. Über die zahllosen obligatorischen Bierchen äußere ich mich nicht mehr….. ich möchte euch hier ja Neuigkeiten erzählen und nicht mit üblichen Ritual-Beschreibungen langweilen.

Kurz und knapp – leicht angeheitert kamen wir in Winnenden an und mussten uns durch zahllose Absperrungen und Menschenmassen quälen, um unseren Kram vor der Palme ausladen zu können. Der Grund: in Winnenden war City-Treff.
Das größte Straßenfest, dass Winnenden zu bieten hat. Essen, Trinken, ….. trinken und nochmals trinken – Von Freitags bis Montags. Was will man mehr.

Träge wie immer luden wir das ganze Geraffel aus. Obwohl wir eigentlich recht abgespeckt spielen sollten, mussten wir fast alles mitbringen was für einen „normalen“ eRnieS-Gig benötigt wird.
Die zweite Band des Abends, „The Rockaway“ spielten teilweise über unser Equipment.
Dass wir allerdings Steffs gesamtes Schlagzeug mitbringen mussten, verstehe ich bis heute nicht – das Teil ist wirklich nicht der Bringer, aber scheinbar gibt es doch noch Bands die mit schlechterem Equipment auskommen müssen…… naja.

Irgendwann war dann alles aufgebaut, noch ein paar Bierchen gelehrt, und somit stand einem Soundcheck nichts mehr im Wege.
Da wir das Spektakel eröffnen sollten, begannen wir auch mit dem Soundcheck.
Wir spielten unsere neu Arrangierten Akustik-Songs an und waren bei weitem nicht so Laut wie den anderen Konzerten, die wir diesen Sommer gespielt hatten. Das erwies sich auch als hilfreich.
Der Citytreff wir nämlich von einem mehr oder weniger unnetten Herren Organisiert, der mit seinen grauen, zum Pferdeschwanz zusammen gequetschten Haaren wie eine billige Lagerfeld Kopie aussieht.
Dessen „Hilfssheriffs“, in einschüchterndem Schwarz gekleidet, nicht gerade die hellsten Leuchten aber dafür im Besitz eines Lautstärkemessgerätes, kamen just in diesem Moment vorbei um die Lautstärke auf der Straße zu messen. Wir bekamen alle zusammen weiche Knie und der Angstschweiß stand uns…… natürlich nicht….. auf der Stirn.
Die beiden Schießbudenfiguren hatten nichts zu beanstanden und trotteten wieder weiter, um anderen Standbetreibern das Leben unnötig schwer zu machen.
Hätten die doch lieber mal bei The Rockaway den Pegel gemessen – die waren ne ordentliche Spur lauter…..hehe.

Wie auch immer, der Soundcheck war vorüber und wir widmeten uns die verbleibende Zeit den Dingen, die wir noch besser können als Musizieren….. genau – dem Alkoholkonsum.

Da beide Bands gegen 22.00 Uhr schon fertig sein sollten, da danach ein Indie-DJ auflegen sollte, mussten wir schon kurz nach 19.00 Uhr anfangen.
Wir zogen das ganze etwa ‚ne halbe Stunde noch hinaus doch dann ging’s endlich los.

In der bereits erwähnten Instrumentierung und mit einigen Vorrats-Bierchen standen wir vor der Menge – hahaha.
Ca. 15 Gäste verteilten sich auf die restlichen 6 qm…. (Die hälfte davon gehörte allein zur Familie von Kloster) …… Volles Haus also.
Nach der üblichen Ansprache unseres Frontmanns ging’s auch schon los.
Wir rockten in unserem neuartigen Country-Akustik-Punkrock-Style und ich fand es irgendwie geil – den üblichen Scheiß komplett neu verpackt!

Texas Lightning meets the eRnies

Wir spielten knapp eine Stunde und obwohl in der Palme selber nicht all zu viele Gäste platz fanden, sah das vor der Location gaaaaaaanz anders aus.
Direkt konnte ich das nicht sehen, aber schätzungsweise 40-60 Leutchen schienen am draußen aufgebauten Ausschank und unserer Beschallung von innen, gefallen gefunden zu haben und lauschten unseren Klängen und den herrlichen Geräuschen der sich öffnenden Bierflaschen.
Ein voller Erfolg sozusagen.

Wir hatten wirklich unsere Punksongs so neutral verpackt, dass selbst Nicht-Punkfans an diesem Abend stehen blieben und die ganze Show bis zum Ende mitverfolgten.
Mich würde mal interessieren, wie lange die selben Leute bei einem „normalen“ eRnieS Konzert durchgehalten hätten.


Wie auch immer, irgendwann waren wir durch mit unserem Programm und räumten die „Bühne“ für The Rockaway.

Währen wir den Jungs zuhörten,  lobte K.Losters Familie unseren Auftritt, obwoh Klosters Vater meinte, dass unser Sänger wie eine Gießkanne klingen würde…… und der muss es ja wohl wissen….grins.

The Rockaway coverten, soweit ich mich noch daran erinnern kann, einiges der Ramones.
Mehr weiß ich nicht mehr…….  Tja … mein Musikgeschmack deckt sich nun mal nicht immer mit dem der anderen Leute – gell Marc und Kloster?!? Haha

Als The Rockaway dann auch fertig waren, mussten wir recht schnell abbauen, da der besagte DJ anfangen wollte, und so taten wir das eben, wenn auch nicht ganz so schnell wie der DJ das gerne gehabt hätte. Tja …. So iss das halt mit Rockstars.

Alles in allem war das ein gelungener Abend gewesen, mit komplett neuem Programm, ordentlich Laufkundschaft und wie immer jeder menge Bier.

Kann man mehr vom Leben erwarten?

In diesem Sinne – bis zum nächsten mal

Waldi – the eRnieS

 

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